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Sonderausstellung: Liebe Irma! Lebenszeichen aus dem Schützengraben

Sonderausstellung mit Feldpostkarten des Dresdner Künstlers Otto Schubert (1892-1970) Der große Krieg (1914 – 1918) gilt als der erste industriell geführte Krieg und der erste "totale" Krieg der Menschheitsgeschichte. Er ging als erster Weltkrieg in die Geschichte ein. Die furchterregende Heftigkeit der Ereignisse widersetzt sich bis heute jedem Verständnis. Am Ende befanden sich drei Viertel der Weltbevölkerung im Kriegszustand, mehr als 17 Millionen Menschen starben. Diese Zahlen geben einen Eindruck von dem verheerenden Ausmaß dieser Urkatastrophe. Dieses auch nach 100 Jahren nicht zu vergessen und aus der Geschichte zu lernen, ist Anlass für die neue Sonderausstellung im Kunsthaus Salzwedel. Anliegen der Ausstellung ist es, den ersten Weltkrieg aus dem Blickwinkel der Kunst zu beleuchten und auf diese Weise ganz persönliche Perspektiven auf die Geschehnisse erfahrbar zu machen. Der junge Künstler Otto Schubert studierte an der Kunstakademie in Dresden, bevor er 1915 in den Krieg eingezogen wurde. Von 1917 bis 1918 war er Meisterschüler bei Otto Gussmann und Otto Hettner und wurde mit dem großen Staatspreis ausgezeichnet. 1919 gründete er zusammen mit Otto Dix, Conrad Felixmüller und anderen die „Dresdner Sezession Gruppe 1919“. Inmitten der blutigen Kämpfe des ersten Weltkrieges, hielt er täglich seine Fronterfahrungen in kleinen Zeichnungen und Aquarellen fest. In den Jahren 1915 und 1916 entstanden knapp 80 Postkarten, die fast alle an seine Verlobte Irma Müller in Dresden adressiert waren. Manchmal betitelte Schubert seine kleinen Kunstwerke, oft aber gewähren die winzigen Bilder und die spärlichen Worte an den Bildrändern nur vage Einblicke in die persönliche Gedanken- und Erlebniswelt Otto Schuberts. Dennoch bewegen die kleinen Arbeiten den Betrachter tief. Otto Schubert öffnet Fenster und legt den Blick auf das individuelle Erleben eines Frontsoldaten frei. Es sind Lebenszeichen und Zeugnisse der Liebe zwischen Irma und Otto – eine Liebe die den Krieg überdauerte. Die Postkartenausstellung wurde bereits mit Unterstützung des Goethe - Instituts in Washington, USA gezeigt. Ebenso wie dort ist auch unsere Ausstellung von Dr. Irene Guenther kuratiert. Fast gleichzeitig erscheint Ihr Buch, welches die Hintergründe zu Otto Schuberts Feldpostkarten beleuchtet. Wir freuen uns, dass die Sonderausstellung wieder in Zusammenarbeit mit Gus Kopriva und Hans Molzberger entstanden ist. Zusätzlich zu der Ausstellung erwartet Sie in den Räumen des Kunsthauses ein ganz besonderes Postamt, in dem Sie selbst Postkarten entwerfen und gestalten können, um diese individuellen Botschaften in die Welt zu senden. Öffnungszeiten und Eintrittspreise Geöffnet ist die Ausstellung Dienstag bis Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 14:00 - 20:00 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro, ein Kombiticket mit der Dauerausstellung „Broken Brushes“ 6 Euro. Schüler und Studenten haben ermäßigten Eintritt. Weitere Informationen unter www.kunsthaus-salzwedel.com . Unter 14 Jahren ist der Eintritt frei.

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