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Afrikanische Schweinepest – Informationen für Jäger

Seit 2007 breitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Russland aus. Ende Januar 2014 bestätigte Litauen Fälle von ASP bei Schwarzwild. Wenige Wochen später wurde ASP bei
Schwarzwild in Polen festgestellt. Damit ist diese anzeigepflichtige Tierseuche direkt vor unsere Haustür gerückt. Eine erhöhte Wachsamkeit ist daher geboten!

Bei der ASP handelt es sich um eine hoch ansteckende Viruserkrankung mit seuchenhaftem Verlauf, dabei sind ausschließlich Haus- und Wildschweine empfänglich. Ein Ausbruch dieser Seuche bringt enorme wirtschaftliche Schäden mit sich. Die Übertragung des Virus erfolgt durch direkten Tierkontakt (deshalb Kontakte von Wildschweinen und Hausschweinen vermeiden). Ebenso ist eine indirekte Übertragung über Vektoren möglich (virusbehaftete Personen, Kleidung, Futtermittel, Schlacht-/ Speiseabfälle, Gülle/Mist, Jagdausrüstung oder sonstige Gegenstände). Bei der ASP kommt insbesondere der Übertragung durch Schweiß oder mit Schweiß kontaminierten Gegenständen besondere Bedeutung zu.

Klinisch äußert sich die Erkrankung mit unspezifischen Allgemeinsymptomen (Fieber, Schwäche, Bewegungs- und Atemprobleme, Durchfall, Fressunlust), wobei erkrankte Tiere eine fehlende Fluchtbereitschaft und Desorientiertheit zeigen. Die Erkrankung endet fast ausnahmslos mit dem Tod des Tieres innerhalb weniger Tage. Beim Aufbrechen sollte auf vergrößerte, blutige Lymphknoten und eine vergrößerte Milz sowie auf punktförmige Blutungen in anderen Organen und der Haut und Unterhaut geachtet werden. Ein Fehlen dieser Befunde schließt jedoch nicht aus, dass es sich dennoch um ASP handelt.

Was kann ich als Jäger tun?

  • Wegschauen wird das Problem nicht lösen! Achten Sie daher gezielt auf vermehrt auftretendes Fallwild und melden Sie dies dem Veterinäramt!
  • Intensivieren Sie die Entnahme und Einsendung von Schweißproben von erlegtem Schwarzwild an das Untersuchungsamt in Stendal (LAV, Haferbreiter Weg 132-135).
  • Bei Fallwild senden Sie möglichst den gesamten Tierkörper an das Untersuchungsamt in Stendal ein.
  • Bekleidung und Gegenstände, die Schweiß-Kontakt hatten (Stiefel, Lappen, Wildwannen, Messer und Kleidungsstücke) gründlich reinigen und desinfizieren!
  • Keine Speiseabfälle, Schlachtreste oder Aufbruch von Schwarzwild auf die Kirrung!

Was muss ich beachten, wenn ich sowohl Jäger als auch Schweinehalter bin?

  • Konsequentes Einhalten von Hygienemaßnahmen:
    • Nie mit Jagdkleidung den Betrieb betreten!
    • Betreten Sie den Betrieb erst nach gründlicher Reinigung (Dusche und Kleiderwechsel)!
    • Halten Sie Ihren Jagdhund vom Schweinestall fern!
    • Brechen Sie Schwarzwild niemals auf dem Betriebsgelände auf!
    • Halten Sie erlegtes oder auch lebendes Schwarzwild strikt vom Betrieb fern!
    • Schließen Sie bei der Bewirtschaftung Ihrer Wildkammern Kontakte zu Hausschweinen aus!
  • Kontaktieren Sie bereits bei Verdacht auf eine Infektion sofort Ihren Hoftierarzt!

Helfen Sie mit, die Einschleppung oder gar Verbreitung dieser Tierseuche zu verhindern!


Das Merkblatt zum Herunterladen und Ausdrucken finden Sie in folgender Anlage:

Symbol Beschreibung Größe
Afrikanische Schweinepest
Infoblatt des Veterinäramtes für Jäger
15 KB
10.03.2014

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