Aufwachen: Der Horizont ist nicht das Ende

20. Osterburger Literaturtage

Am 21.10.2019 fand im Rahmen der Osterburger Literaturtage die Lesung

 „Aufwachen. Der Horizont ist nicht das Ende“ mit Felix Brunner statt.

Motivation ist der Zündfunke des Lebens“, liest man auf der Rückseite der Autobiographie von Behindertensportler Felix Brunner. Ja, Motivation hat ihm sprichwörtlich das Leben gerettet. Durch einen Fehltritt nach einer Eisklettertour Anfang 2009 erlitt der damals 19-jährige passionierte Bergsportler schwerste Verletzungen, musste mehr als 60 Operationen über sich ergehen lassen und lag über ein Jahr als Polytrauma-Patient auf der Intensivstation, davon 8 Monate im künstlichen Koma. Doch sein unbändiger Wille hat ihm geholfen zu überleben. Nach vier Jahren Regeneration gelang es Felix Brunner seiner Querschnittlähmung zum Trotz, als Sportler in die Berge zurückzukehren. Mit einem Handbike überquerte er 2013 als Erster offroad die Alpen. Es folgten weitere Touren, unter anderem in Colorado (USA). Im Winter ist er mit dem Monoski unterwegs.

Mit seinem Schicksal macht Felix Brunner anderen Menschen Mut. Sein Buch ist inspirierend, berührend und voller Kraft, ein wunderbares Meisterwerk jugendlicher Weisheit und Lebenskraft. Bereichernd für alle, die mit Demut, Geduld und Durchhaltevermögen ihren Weg im Hürdenlauf des Lebens suchen (müssen).

Gemeinsam mit dem Paritätischen, Regionalstelle Nord, der Osterburger Stadtbibliothek und Mitteln von Aktion Mensch organisierte das örtliche Teilhabemanagement die Lesung in den Räumlichkeiten der Osterburger Lebenshilfe.

Im Zuge der Lesung war von dem Publikum im voll besetzen Saal Betroffenheit, Respekt und emotionale Anteilnahme zu spüren. Oft wurde mit Herrn Brunner auch gelacht und es war eine ansteckende positive Lebenseinstellung zu spüren.

Die Vorstellung wurde von zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen für die anwesenden gehörlosen Zuschauer übersetzt.

Was für eine schöne, leichtfüßige Art für Inklusion und Teilhabe zu werben. Wir danken allen Netzwerkpartnern, allen Zuschauern und natürlich last but not least Herrn Felix Brunner.

 

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