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BCKategorie 21.07.2014 15:13:07 Uhr

Arneburg - Grüne Stadt am Strom

Arneburg - Gänselieselbrunnen

Die über 1000 Jahre alte Kleinstadt Arneburg ist immer einen Besuch wert. Durch ihre malerische Lage besticht sie ihre Besucher im Sommer wie im Winter. Ganz besonders reizvoll aber ist ein Besuch im Frühling, wenn die Fliederblüte die Gäste scharenweise auf den Burgberg lockt, beispielsweise zum Fliederblütenfest. Vom Burgberg eröffnet sich dem Betrachter ein wunderschöner Blick ins Elbtal, das jederzeit zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt.

Die Stadt Arneburg liegt am linken Steilufer der Elbe. Sie entstand im Mittelalter im Schutz einer einst mächtigen Burganlage an einem Elbübergang. Ihre strategisch günstige Lage haben viele Herrscher erkannt. So befand sich auf dem heutigen Burgberg eine ottonische Reichsburg, die die Slawen 997 völlig zerstörten. Auf der Burg selbst weilten Kaiser Otto III. und Heinrich II. Im Burgpark ist heute jedoch nur noch ein einziges erhalten gebliebenes Stück Umfassungsmauer aus dem 13. Jahrhundert zu sehen. Die Stadtentwicklung erreichte ihren Höhepunkt im 14./15. Jahrhundert. Damals lebten in Arneburg ca. 700 Menschen. In diesen Zeitraum (1420) fällt auch die erste urkundliche Erwähnung einer Fähre, die an der Rosspforte lag. Im Jahr 1767 erfuhr die Stadt durch einen großen Brand einen herben Rückschlag, von dem sie sich nur schwer erholte. Zum Wiederaufbau stiftete der Preußenkönig Friedrich II. der alten Garnisonsstadt 26.000 Taler. Mitte des letzten Jahrhunderts entwickelten sich in Arneburg Gewerbe und später auch Obst- und Gemüseanbau und -Verarbeitung.

Nach 1990 sind in Arneburg zwei neue Wohngebiete entstanden und im Jahr 2004 wurde im Industrie- und Gewerbepark Altmark das größte Zellstoffwerk Europas und später eine Papierfabrik in Betrieb genommen. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben sich angesiedelt. Durch zahlreiche Baumaßnahmen konnte die Wohnqualität der 1.800 Einwohner erheblich gesteigert werden. So ist der umgestaltete Alte Markt mit dem Fischerbrunnen immer wieder ein Anziehungspunkt für Jung und Alt. Sehenswert ist auch die Stadtkirche St. Georg aus dem Jahr 1200 mit ihrem wertvollen Barockaltar in schlichter Umgebung. Von April bis Oktober ist sie täglich zu besichtigen. Zu empfehlen ist aber auch ein Besuch des neu gestalteten Heimatmuseums in der Breiten Straße, das seinen Gästen auf anschauliche Weise die Stadtgeschichte vermittelt und interessante Einblicke in die Fauna und Flora des Elbtals gewährt. Zur Bereicherung der städtischen Kulturszene trägt ferner das EU-Projekt "Kunst- und Kulturscheune" Arneburg bei. Hierüber bietet die Stadt Einheimischen und Gästen niveauvolle Veranstaltungen und Ausstellungen an.

Arneburg ist aber auch ein Geheimtipp für Naturfreunde. Fernab von städtischem Lärm und Trubel sind hier Ruhe und Erholung in wunderschöner Naturlandschaft garantiert. Spaziergänger, Reiter, Radler, Angler und Wasserwanderer kommen voll auf ihre Kosten. Der Elberadweg, der Altmarkrundkurs und der städtische Sportboothafen machen es möglich. Letzterer wurde im Jahr 2004 mit 40 Liegeplätzen, Tankstelle, Fäkalienentsorgung und Sozialtrakt fertiggestellt. Damit ist Arneburg um eine touristische Attraktion reicher. Zu den nicht alltäglichen Angeboten gehören aber auch Dampferfahrten auf der Elbe in den Sommermonaten und Elbüberquerungen mit der Gierfähre, wobei interessante Tierbeobachtungen von Störchen, Reihern, Enten, Gänsen, Seeadlern und Bibern gratis sind. Niveauvolle Übernachtungsmöglichkeiten verschiedenster Anbieter komplettieren die Möglichkeiten, die idyllische Kleinstadt und ihre Umgebung näher kennen zu lernen.

07.03.2012

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