Vollausgestatteter Stabsraum im Landkreis Stendal eingeweiht

Der Landkreis Stendal hat eine Kommandozentrale für die Arbeit des Katastrophenschutzstabes mit optimalen Möglichkeiten gebaut. Die Einweihung des Stabsraumes brachte heute politische, administrative und operativ-taktische Gesamtverantwortliche in Stendal zusammen.

Für Übungen und die Führung bei Großschadenslagen und Katastrophen im Landkreis Stendal wird nach drei monatiger Bauzeit ein 102 Quadratmeter großer Stabsraum eingeweiht. Die Kommandozentrale für Führungs-und Stabsarbeit im Katastrophenschutz des Landkreises Stendal ist im vierten Obergeschoss, Haus A in der Wendstraße 30, Stendal zu finden. Die Integrierte Leitstelle und das Ordnungsamt Brand –und Katstrophenschutz sind ebenfalls dort ansässig.

Das Gesamtkonzept umfasst einen Stabsraum inklusive Fernmeldestelle, einen Schulungsraum, eine Küche und Lagerplatz.

25 Sitz-und Arbeitsplätze sind im neuen Stabsraum für den Dienst des Krisenstabs mit moderner, technischer Ausstattung eingerichtet: acht Computer, drei Whiteboards, zwei Beamer, ein Multifunktionsdrucker, ein Fernsehgerät. In der Fernmeldebetriebsstelle der Kommandozentrale sind drei Funkarbeitsplätze eingerichtet worden. Vier Tetra Endgeräte für BOS-Funk (Behörden-und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) können genutzt werden. Visualisierungen der eingesetzten Kräfte und Mittel werden über einen neuen Ultrakurzbeamer dargestellt.

192 000 Euro Eigenmittel investierte der Landkreis Stendal in den Bau und in die technische Ausstattung. Die am Bau beteiligten Firmen begannen im November 2019 mit den Arbeiten. Im Februar 2020 übernahm der Landkreis den fertigen Raum.

Beteiligte Firmen: Bauunternehmung U. Müller Stendal, EnPlus GmbH Magdeburg, Bauunternehmung Duy GmbH Kalbe/Milde, Burger Farbe & Glas GmbH Burg, Dreßler & Anklam Klietz

Der Bau der Kommandozentrale ist ein Meilenstein für den krisenerprobten Landkreis. Der letzte Katastrophenfall im Landkreis Stendal liegt sieben Jahre zurück. 2013 führte die Hochwasserlage zum K-Fall.

Bislang tagte der Katastrophenschutzstab in verschiedenen Beratungsräumen, eine Kommandozentrale gab es nicht. Im neuen Stabsraum werden im Ernstfall die Entscheider sämtlicher Hilfsorganisationen zusammengezogen, um schnell und koordiniert „vor die Lage zu kommen“

Die Stabsmitglieder üben zukünftig in dem neuen Stabsraum, erlernen den Umgang mit der Technik, trainieren nahe an der Realität. Ein Schulungsraum ergänzt das Konzept, er ist für interne Veranstaltungen und Ausbildungsmaßnahmen vorgesehen. Zusätzlich dient der Raum im Notfall als Arbeitsplatzerweiterung der Integrierten Leitstelle Altmark (ILS). Derzeit sind 200 Mitarbeiter des Landkreises zur Stabsarbeit berufen, 80 Weitere werden 2020 ausgebildet.

Während der Einweihung und Vorführung des Raumes nahmen die führenden Stabsmitglieder des Katastrophenschutzstabes die vorgesehenen Plätze ein. Mittels der Darstellung einer Großschadenslage machten sich die Gäste ein Bild davon, wie Technik und Mittel eingesetzt werden. Der Leiter des Katastrophenschutzstabes im Landkreis Stendal, Sebastian Stoll, formulierte für Pressevertreter und Gäste aus, wie der Krisenstab arbeitet und wer welche Aufgaben übernimmt.

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