Niedrigwasserkonferenz 2021

Fachtag des Landkreises Stendal

Landrat Patrick Puhlmann lud am Montag, den 6. September 2021 Vertreter der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zur ersten Niedrigwasserkonferenz des Landkreises Stendal ein – alles mit dem Ziel: den Sachstand zu ermitteln, gute Beispiele der Region in den Fokus zu rücken und Maßnahmen für einen gesunden Wasserhaushalt auf die Agenda setzen zu können. „Auch auf Landesebene, weil einige Maßnahmen auf der Hand liegen, aber die gesetzlichen Regelungen dort hinterherhinken“, betonte der Landrat. „Das Thema ist mehr als reif und es ist höchste Zeit hier anzusetzen.“ Das zeige ihm allein die große Resonanz auf die Einladung zum Fachtag und die wertschätzenden Reaktionen.

Dürre-Hotspot Sachsen-Anhalt & die Altmark vorneweg

Warum? „Sachsen-Anhalt ist Dürre-Hotspot in Deutschland und die Altmark vorneweg“, stellte Patrick Puhlmann eingangs fest. Darum gehöre der regelmäßige Blick auf den Dürremonitor für ihn inzwischen zum täglichen Geschäft. „Die Jahre 2018, 2019 und auch 2020 waren extrem trocken. Wir alle erinnern uns an Menschen, die die Elbe durchwateten, an ausgetrocknete Bäche und selbst kleine Flüsse wie Uchte, Tanger und Biese waren streckenweise nur noch schlammige Rinnsale.“

Damit unser wertvolles Ackerland nicht zur Steppe wird

Die Organisation des Wasserhaushaltes sei für den Landkreis Stendal und darüber hinaus zentrales Zukunftsthema. „Insbesondere für die Landwirtschaft und damit als Grundlage der Ernährung – damit unser wertvolles Ackerland nicht zur Steppe wird. Außerdem für die Umwelt, für die Natur und nicht zuletzt für die Menschen, die hier leben", übergab der Landrat an die

Referenten der Niedrigwasserkonferenz:

  • Mathias Weiland vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW), Geschäftsbereich 5.0 – Gewässerkundlicher Landesdienst, gab einen Einblick in die „Grundwassersituation in Sachsen-Anhalt“.
  • Dr. Winfried Sonderhoff, Abteilungsleiter Landwirtschaft beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark (ALFF), zeigte den rund 40 Teilnehmern die „Notwendigkeit der Beregnung aus landwirtschaftlicher Sicht“.
  • Jan Klein, Geschäftsführer beim Unterhaltungsverband „Tanger“ (UHV), stellte das „Wassermanagement: Sanierung von Stauanlagen sowie bedarfsorientierte Gewässerunterhaltung an praktischen Beispielen“ vor.
  • Prof. Dr. rer. nat. habil. Frido Reinstorf, Professor für Hydrologie und Geographische Informationssysteme an der Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit, berichtete über die Situation „Niedrigwasser in Deutschland – Hydrologische Bewertung und Herausforderung für die Zukunft“.
  • Stefan Loter von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Stendal gab einen Einblick in die „Niedrigwassersituation im Landkreis Stendal“.
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