Hochwasserkonferenz 2021

Hochwasserkonferenz  2021

In diesem Jahr entfiel die Hochwasserkonferenz, Grund dafür ist die aktuelle Situation. Seit 2013 erinnert der Landkreis Stendal jährlich im Rahmen der Hochwasserkonferenz an die Ereignisse während der Großschadenslage und wertet Maßnahmen zum Stand der Deichsanierungen, Polderplanung aus. Kurzum werden an diesem Konferenztag Bilanzen gezogen zum Thema Hochwasser, Landwirtschaft und ländlicher Infrastruktur.

Am Mittwoch, 10 Juni jährte sich der Tag des Fischbecker Deichbruchs zum siebten Mal. Die für gewöhnlich abgehaltene Hochwasserkonferenz ist ein bedeutsamer Gedenkanlass.

„Vor sieben Jahren brach das Elbehochwasser durch. Für viele Menschen ging es während und nach der Katastrophe um die Existenz und um die Frage: Schaffe ich es hier das zerstörte Haus oder die Firma wieder aufzubauen oder muss ich anderswo neu anfangen. Mit der Hochwasserkonferenz erinnern wir an das Ereignis, so bleiben die Ereignisse im Gedächtnis und so arbeiten wir gemeinsam daran aus der Katastrophe von damals für die Zukunft zu lernen.

Der pandemiebedingte Ausfall in diesem Jahr ist nicht das Aus für die Hochwasserkonferenz. Lassen Sie mich versichern: wir beginnen in diesem Jahr, wie gewohnt, mit der Organisation. Und 2021 wird die Hochwasserkonferenz wieder stattfinden.“ verspricht der Landrat Patrick Puhlmann

Vier Wochen Flut-Katastrophenfall

Bis heute verarbeiten Menschen vor Ort, Land und Kommunen die Flutkatastrophe, weiß der Leiter des Katastrophenschutzstabes Sebastian Stoll. Stoll sagt rückblickend „Wenn ein Landkreis eine Katastrophe ausruft, wie es der Landkreis Stendal am 5. Juni 2013 gemacht hat, dann sind es schon besondere Ereignisse, die einen Landrat dazu bewegen, dies so verantworten und durchsetzen zu müssen. Die Länge von knapp 4 Wochen für einen Katastrophenfall, gerade für ein Hochwasser, ist eine besonders lange Lage und für alle Menschen in der Region und auch für die Katschutzbehörde und alle Einheiten.“

In der Nacht vom 09. Juni auf den 10. Juni ist an der Stelle des Denkmals „Fischbecker Deichbruch“ der Deich gebrochen und das Elbehochwasser ist in den Elb-Havel-Winkel gelaufen. Zuvor haben zahlreiche Freiwillige, Einsatzkräfte, Feuerwehr, ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte hier versucht den Deich zu sichern und zu schützen.

Denkmal Fischbecker Deichbruch

An genau dieser Stelle weihte der Landrat Carsten Wulfänger gemeinsam mit Marco Schirmer und Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) im Rahmen der sechsten Hochwasserkonferenz am 13. Juni 2019, ein Denkmal ein.

Hintergrund Denkmal: „Fischbecker Deichbruch“ ist ein Denkmal, das  an das Hochwasser 2013 erinnert. Kernstück dieser Gedenkstätte sind Wrackteile des versenkten Schiffes. Es handelt sich um Poller, Anker und Windenzüge. Die Erinnerungsstücke sind mit Ankerbolzen auf eine Betonplatte aufgestellt. Die Betonplatte hat die Kontur eines Schiffes. In der Mitte der Platte steht eine Wetterschutzhütte mit Sitzgelegenheit. Ein Tisch und zwei Bänke befinden sich unter dem Dach. Eine Informationsstele dokumentiert das Ereignis 2013.

Für Besucher am „Fischbecker Deichbruch“ ist das Ereignis darauf nachzulesen. Ein Fahrradständer für Radreisende ist vorhanden. Die Stelle ist zu erreichen, indem man im Ort Fischbeck in die Fährstraße bis zum Straßenende fährt oder auf dem Elberadweg stoppt.

 

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