Corona Variante im Landkreis Stendal nachgewiesen

Englische Mutation des Covid-19-Virus taucht im Norden Sachsen-Anhalts auf

In Seehausen ist bei einem Bürger, der von einem dienstlich bedingten Einsatz im Ausland nach Deutschland zurück eine der neuen Varianten des Corona-Virus festgestellt worden. Das diagnostizierende Labor hat differenziert, dass es sich bei dem Covid-19-Virus um die englische Variante der Mutation handelt. Auch die Ehefrau wurde positiv auf Covid-19 getestet. Die Bestimmung der Variante steht hier derzeit noch aus.
 
Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt hatte zur besseren Identifikation der neuartigen Varianten des Corona-Virus bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt:
 
„Um neuartige Varianten des Corona-​Virus zeitnah zu identifizieren, wird die Universitätsmedizin Magdeburg mit finanzieller Unterstützung durch das Wissenschaftsministerium, nachgewiesene Viren aus dem nördlichen Sachsen-​Anhalt genauer untersuchen. Die routinemäßige Sequenzierung soll einen Überblick über das aktuelle Infektionsgeschehen geben sowie dabei helfen, neue Mutationen und so genannte Super-​Spreader-Ereignisse zu erkennen. Für dieses Vorhaben hat das Ministerium dem Forscherteam um Prof. Dr. Achim Kaasch (Direktor des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Otto-​von-Guericke-Universität) kurzfristig eine Förderung von 80.000 Euro zugesagt.
 
In den vergangenen Wochen waren auch in Deutschland verstärkt neue, deutlich ansteckendere Varianten des Coronavirus aufgetreten, die zuerst in Großbritannien und Südafrika nachgewiesen wurden. Da diese Mutationen durch ihre stärkere Übertragbarkeit ein erhöhtes epidemisches Potenzial haben, ist deren Erkennung und Eindämmung umso dringlicher. Die Ergebnisse werden in anonymisierter Form und webbasiert aufbereitet sowie bei möglichen Fallhäufungen an die Gesundheitsämter weitergeleitet.“

Artikel Vorlesen