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JUGEND STÄRKEN im Landkreis Stendal

Mikroprojekte für 2016 und 2017 können beantragt werden

Logo des Förderprogramms JUSTIQ

Was ist Jugend stärken im Quartier?

Mit dem ESF-Modellprogramm Jugend stärken im Quartier [JUSTIQ] des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) werden junge Menschen i. S. d. § 13 Abs. 1 SGB VIII im Alter von 12 bis einschließlich 26 Jahren im Landkreis Stendal durch aufsu­chende Jugendsozialarbeit und Casemanagement gezielt unterstützt, die

  • von den Angeboten der allgemeinen und beruflichen Bildung, Grundsicherung für Arbeits­suchende oder Arbeitsförderung nicht mehr erfasst oder erreicht werden oder bei denen diese Angebote auf Grund von multiplen Problemlagen oder sozialer Be­nachteiligungen nicht erfolgreich sind,  und
  • zum Ausgleich ihrer sozialen Benachteiligungen oder individuellen Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf sozialpädagogische Unterstützung im Rahmen der Jugendhilfe ange­wiesen sind.

Wer kann ein Mikroprojekt beantragen?

Träger eines solchen Vorhabens sollen freie Träger der Jugendhilfe sein. Der Träger muss gewährleisten, dass das Projekt durch geeignete Mitarbeiter (möglichst Fachkräfte der Ju­gendsozialarbeit mit entsprechender Ausbildung) mit Erfahrung im Umgang mit und guten Zugängen zur Zielgruppe sowie interkulturellen sowie Genderkompetenzen durchgeführt wird.

Welche Inhalte können gefördert werden?

Mikroprojekte dienen zuallererst dem Motivations- und Vertrauensaufbau, um junge Men­schen an eine intensivere Unterstützung heranzuführen. Neben diesem Brückenbau in das Gesamtvorhaben sollen die Mikroprojekte auch beispielhaft der Persönlichkeitsstärkung der jungen Menschen die­nen, ihnen so einen leichteren Ein­stieg in berufsvorbereitende Maß­nahmen, Ausbildung und Arbeit ermöglichen.

Die Kleinvorhaben sind in der Regel als Gruppenmaßnahmen angelegt und fördern insbeson­dere soziale Kompetenzen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbe­wusstsein und Selbstorganisation. Zudem ermöglichen sie Austausch mit jungen Menschen und Beratung durch junge Menschen in ähnlichen Lebens- und Problemlagen („Peers“).

Zugleich soll durch die Mikroprojekte ein Mehrwert für das benachteiligte Quartier geschaffen werden, indem sie beispielsweise das Wohnumfeld und den öffentlichen Raum aufwerten (z. B. Pflanzen von Bäumen, Verschönerung eines Platzes, Anlage eines Umwelt- oder Trimm-dich-Pfades, Zwi­schennutzung von Brachen, neue Freizeitplätze der -möglichkeiten für Jugendli­che usw.) oder das soziale Miteinander im Quartier und die Integration von Migrantinnen und Migranten stärken (z.B. Stadtteil- & Dorffeste, Engagement für ältere Menschen, Anlage ei­nes Gemein­schaftsgartens, Bildung von Fahrgemeinschaften im ländlichen Raum; Gruppen­ausflüge wie paddeln, klettern oder andere Erlebnis- Gruppenaktionen etc.).

Zu diesem Zweck können zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Quartier in die Umsetzung der Mikroprojekte eingebunden werden. Junge Menschen sollen so weit wie möglich an der Entwicklung von Projektideen beteiligt, zur Entwicklung eigener Projektideen angeregt und bei der Realisierung der Ideen begleitet werden.

Besondere Berücksichtigung bei der Planung und Ausgestaltung eines Vorhabens gebührt auch der programminhärenten Zielstellung, dass Mikroprojekte stets auch ein zentrales Brü­ckenglied in eine Betreuung durch die direkt beim Landkreis Stendal angesiedelte Aufsu­chende Jugendsozialarbeit und das Casemanagement haben, um dem Unterstützungsbedarf der jungen Menschen ebenso langfristig wie nachhaltig gerecht zu werden.

Längerfristige Qualifizierungsmaßnahmen sowie Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnah­men nach § 13 Abs. 2 SGB VIII und nach anderen Gesetzbüchern können durch den Bau­stein „Mikroprojekte“ nicht gefördert werden.

Die Projektdurchführung muss im Landkreis Stendal liegen bzw. erfolgen, exklusiv Stendal-Stadtsee.

Welche Kosten können erstattet werden?

Förderfähig sind in den Jahren 2016 und 2017 ausschließlich sv-pflichtige Personalausgaben, zuzüglich einer Sachkostenpauschale in Höhe von 22 Prozent. Die Personalausga­ben müssen klar ab­grenzbar und projektbezogen sein. Entsprechend real entstandene Kosten werden spätes­tens zweimonatlich nachträglich erstattet.

Wie hoch ist die Förderung?

Mit nichtrückzahlbaren Zuschüssen in Höhe von mindestens 5.000 Euro werden geeignete Mik­roprojekte angeregt und unterstützt. Eine Kofinanzierung ist nicht vorgesehen. Es stehen 2016 im Landkreis Stendal bis zu und für 2017 zunächst jeweils bis zu 32.000 Euro für Mikro­projekte zur Verfügung.

Grundsätzlich ausgeschlossen sind die Förderung bereits laufender Projekte und die finan­zielle Aufstockung größerer Vorhaben.

Wo kann man sich für eine Förderung bewerben?

Bewerbungen für die Förderung eines Mikroprojektes können über die Wirtschaftsförderung des Landkreises Stendal gestellt werden:

Landkreis Stendal
Wirtschaftsförderung
z. Hd. Dirk Grempler
Arneburger Straße 24
39576 Hansestadt Stendal
Tel.: 03931 60-7882
Fax.: 03931 60-7888
E-Mail: dirk.grempler@landkreis-stendal.de

Internet: http://www.jugend-staerken.de/programme/jugend-staerken-im-quartier.html   
(programmbezogene Hintergrundinformationen)

Welche Fristen sind zu beachten?

Interessierte wenden sich bitte an die Wirtschaftsförderung, bei der die Antragsformulare erhältlich sind. Zudem wird dort Anfang September für die Bera­tung Interessierter nach vorheriger Terminvereinbarung eine „JUSTIQ-Mikro­projekt-Sprechstunde“ angeboten.  

Abgabeschluss für alle Projektanträge ist der 15.9.2016!

Beginn der Förderung / der Maßnahme ist ab 15.10.2016 (Budget 2016) bzw. 01.01.2017 (Budget 2017) möglich, die Vorhaben müssen entsprechend spätestens bis zu 31.12.2016 bzw. 31.12.2017 abgeschlossen sein.

Wer entscheidet über die Förderung?

Die Entscheidung über eine Förderung wird durch den programmbezogen verantwortlichen Regionalen Arbeitskreis Ende September auf lokaler Ebene getroffen. Diese Jury besteht aus VertreterInnen der Zielgrup­pen, regionaler Netzwerke, der beteiligten Ämter und der Kom­munalpolitik.

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Projektformular
Formular zur Beantragung eines Mikroprojektes im Rahmen von JUGEND STÄRKEN im Quartier (JUSTiQ)
1.7 MB
22.08.2016

© Edgar Kraul E-Mail

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