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BCKategorie 21.07.2014 15:13:07 Uhr

Verhaltensvorsorge

Unter angemessener Verhaltensvorsorge wird die sinnvolle Nutzung und das Ergreifen geeigneter Maßnahmen in der Zeit vom Bekanntwerden der Hochwassergefahr, dem "Anlaufen" eines Hochwassers und dem Erreichen eines kritischen, schadenerzeugenden Wasserstands verstanden. Dadurch soll, zusätzlich zu den durch Bauvorsorge erreichten Effekten, eine Minimierung möglicher, weiterer Schäden erreicht werden. Zwingende Vorraussetzung für ein solch vorausschauendes Handeln ist, dass die Hochwasservorhersagen rechtzeitig an die Bürger weitergeleitet werden. Werden die Hochwasserwarnungen nicht gehört oder umgesetzt, nutzt die beste Vorsorge wenig, weil nicht zum rechten Zeitpunkt die richtigen Maßnahmen ergriffen werden können.
Für eine derartige Verhaltensvorsorge ist es sinnvoll und ratsam, bereits lange vor Eintreten einer Gefahren- situation eine Checkliste über alle im Katastrophenfall benötigten Materialien und zu erledigenden Aufgaben zu erstellen.

Konkrete Maßnahmen der Verhaltensvorsorge sind u. a.:

  • Einholung von Informationen über die Hochwassersituation (Gefährdungsgrad, Pegelstände, etc.)
  • Vorbereitung auf eine evtl. Evakuierung
  • Durchführung von Sicherungsmaßnahmen (siehe Bauvorsorge)
  • Besprechung der möglichen Gefährdungssituation innerhalb der Familie (besonders wichtig in Bezug auf Kinder, Kranke, Alte und Behinderte) und Festlegung von Verhaltensregeln für den Hochwasserfall, so z. B.:
    - Wer macht was? - Regeln festlegen!
    - Wo ist wer zu welchem Zeitpunkt?
    - An wen kann man sich wenden?

Wichtige Verhaltenstipps für den Katastrophenfall sind:

  • Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Wettermeldungen und Pegelstände!
  • Legen Sie sich rechtzeitig eine persönliche Grundausrüstung!
  • Sichern Sie wichtige Dokumente wie Ausweise, Zeugnisse und Urkunden!
  • Sorgen Sie zeitig dafür, dass hilfsbedürftige und kranke Personen bei Freunden oder Verwandten untergebracht werden, und organisieren Sie Hilfe, damit die ärztliche Versorgung und medizinische Betreuung aufrechterhalten werden kann!
  • Führen Sie frühzeitig entsprechende Maßnahmen bzgl. der Sicherung an den Gebäuden durch! Räumen Sie dabei auch Keller, Garagen und tiefer liegende Räume!
  • Entfernen Sie Behälter mit wassergefährdenden Stoffen, wie Chemikalien, Öle, Farben, aus hochwassergefährdeten Bereichen!
  • Sichern Sie Heizöltanks und Anschlussleitungen durch eine fachgerechte Befestigung, wie z. B. Verankerung, vor Auftrieb! Volle Tanks bieten ebenfalls einen gewissen Auftriebsschutz!
  • Schützen Sie Ihre Heizungsanlage im Keller und entfernen bzw. sichern Sie rechtzeitig Brenner, Thermen usw!
  • Sorgen Sie dafür, dass die Haupthähne und Schalter für Gas, Wasser und Wärme frühzeitig geschlossen werden!
  • Parken Sie Ihre Kraftfahrzeuge und sonstige Fahrzeuge außerhalb der gefährdeten Bereiche! Behindern Sie beim Parken oder Wegfahren nicht die Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes!
  • Halten Sie sich nicht in überschwemmten Gebieten auf! Betreten Sie keine Hochwasserschutzanlagen! - Gleiches gilt für überflutete/ teilüberflutete Straßen. Hier besteht Unterspülungs- und Abbruchgefahr.

Denken Sie daran, dass die Hilfsorganisationen nicht wegen jeder Kleinigkeit kommen können!

30.01.2009

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