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Zielstellung, Coaches und Fördervoraussetzungen

Ein Gemeinwesen funktioniert nur dann gerecht, wenn alle Menschen die Möglichkeit zur Teilhabe haben. Soziale Ungleichheiten und kulturelle Unterschiede erschweren diesen Prozess. Davon betroffen sind insbesondere auch junge Eltern mit Problemen beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt. Für ihre nachhaltige Integration werden mit diesem Programm die integrations- und beschäftigungswirksamen Potenziale vor Ort gezielt aktiviert.

Laufzeit des Programms: bis zum 30. Juni 2018

Zielgruppe:

Überwiegend jüngere erwerbsfähige Hilfebedürftige aus so genannten Familienbedarfsgemeinschaften mit mindestens einem Kind im Haushalt, in denen:

  • beide Partner arbeitslos sind und mindestens ein Partner jünger als 35 Jahre ist, oder
  • der oder die Alleinerziehende arbeitslos und jünger als 35 Jahre ist.

Aufgaben der Coaches:

  • ganzheitliche individuelle Betreuung ausgewählter Familien entsprechend der oben genannten Zielgruppe
    • Analyse der Familiensituation und Erschließung der Problemlagen
    • Entwicklung von Lösungsstrategien und -ansätzen
    • Erschließung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten
    • Nutzung von Unterstützungsangeboten nach dem Bildungs- und Teilhabepaket zur Förderung der kindlichen Entwicklung
    • Einbindung der Angebote der Schulden-, Drogen- oder Erziehungsberatung
  • enge Zusammenarbeit mit den Jobcentern, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kammern, Verbänden und Unternehmen für die Angebote der betrieblichen Erprobung
  • Analyse der individuellen Ausgangssituation (Schulbildung, Berufsabschluss, Qualifizierungen, Interessen und Neigungen und ggf. erforderlicher Qualifizierungsbedarf)
  • Arbeitsstellensuche und Vermittlung von erforderlichen Weiterbildungsmaßnahmen oder anderer vom Jobcenter finanzierter Maßnahmen
  • Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche
  • begleitende Betreuung des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers vor, während und nach der beruflichen Erprobung

 Zuwendungsvoraussetzungen für Unternehmen:

  • Arbeitgeber mit Sitz oder Niederlassung in Sachsen-Anhalt
  • kein Unternehmen in Schwierigkeiten – die Gesamtfinanzierung des Projektes muss abgesichert sein
  • Erklärung des zuständigen Jobcenters (d. h., vom JC wird kein Lohnkostenzuschuss gewährt)
  • Zustimmung des Projektbeirates (auf der Grundlage eines ihm zur Verfügung stehenden Budgets entscheidet dieser über die Notwendigkeit, den Umfang und die Art der Unterstützung bei der betrieblichen Integration)
  • für die Dauer der Förderung ist ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, welches den tariflichen oder – soweit solche nicht gegeben sind – ortsüblichen Bedingungen entspricht, zu begründen (Einhaltung des Mindestlohngesetzes)
  • das Beschäftigungsverhältnis muss zusätzlich sein, d. h. keine betriebsbedingten Kündigungen 6 Monate vor Beginn der Förderung im beantragten Tätigkeitsfeld
  • Teilnehmer darf in den letzten 2 Jahren nicht im beantragten Tätigkeitsbereich im Unternehmen beschäftigt gewesen sein (gilt auch für Minijobs)
  • Zusammenarbeit mit dem Familienintegrationscoach während der beruflichen Integration muss gewährleistet sein.

 Art, Umfang und Höhe der Förderung von Betrieben:

  • Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses.
  • Förderzeitraum für Projekte der betriebliche Integration: bis zu sieben Monate, mindestens jedoch drei Monate.
  • Höhe der Förderung für Projekte der betrieblichen Integration: Lohnkostenzuschuss von bis zu 80 v. H. des Arbeitgeberbrutto (ohne BG und Umlagen) aber maximal 1.000 Euro je Monat.
19.01.2016

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