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Am 13. Oktober ist internationaler Tag der Katastrophen-Vorbeugung

Es wird ungemütlicher

Info-Broschüre des BBK

Egal, wo Katastrophen auftreten, sie haben eines gemein: Gute Vorbereitung rettet Leben und das Hab und Gut der Menschen. Daran erinnern die Vereinten Nationen jährlich am 13. Oktober mit dem Tag der Katastrophen-Vorbeugung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) tut das an 365 Tagen im Jahr.

Präsident der Behörde ist Christoph Unger. Er sagt: „Es wird auf jeden Fall ungemütlicher.“ Welch brachiale Gewalt die Natur hat, haben die Hurrikane Harvey, Irma und Maria jüngst bewiesen. Hunderttausende verloren ihr Zuhause, Millionen von Menschen müssen ohne Wasser und Strom auskommen. Aber auch in Deutschland sind die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Stürme, Starkregen und Sturzfluten wie im Juli in Berlin können praktisch überall auftreten. Und sie nehmen zu. Auch hier könnten Wasser- und Stromversorgung betroffen sein. „Die Folgen eines Stromausfalls über mehrere Tage wären katastrophal“, sagt Christoph Unger. „Ich wünsche mir, dass die Menschen künftig noch besser auf Unglücke und Katastrophen vorbereitet sind. Jeder sollte darüber nachdenken, wie er selbst vorsorgen kann. Dabei sind Wasser, Essen und Kommunikation am wichtigsten!“

BBK leistet Hilfe zur Selbsthilfe

Das BBK unterstützt alle Bürgerinnen und Bürger, die selbst vorsorgen möchten, mit Expertenwissen und kostenfreien Informationsmaterialien – analog als Broschüre oder digital mit Filmen oder Infos zum Herunterladen auf der Internetseite. Das Themenspektrum reicht vom persönlichen Notfallvorrat bis hin zum Schutz des Eigenheimes vor Stürmen oder Hochwasser. Die Fähigkeit, sich selbst schützen und helfen zu können, setzt eine zuverlässige Warnung voraus. Mit dem Modularen Warnsystem (MoWaS) des Bundes und der Notfall-Informations- und Nachrichten-App NINA stellt das BBK die Warnung der Bevölkerung sicher.

In Bonn laufen die Fäden zusammen

Auch Unternehmen und andere Behörden profitieren bei ihrer Notfallvorsorge von der Expertise des BBK. Die Empfehlungen des Hauses reichen von Anleitungen für Risikoanalysen und Notfallplanung bis hin zum Umgang mit einem tatsächlichen Schadensfall. Damit solche Publikationen entstehen können, tauschen sich die Bevölkerungsschützer des BBK mit allen relevanten Akteuren eines Themengebietes aus, bilden Netzwerke und beziehen den jeweils aktuellen Forschungsstand ein. Mitarbeiter aus 25 Professionen bearbeiten dabei so unterschiedliche Themen wie die Cybersicherheit, die Wassersicherstellung oder die Netzsicherheit von Energieunternehmen.

Ausbildung für Kinder und Profis

Damit möglichst früh in der Bevölkerung ein Bewusstsein für bestimmte Gefahren geweckt wird, hat das BBK für Kinder und Jugendliche die Angebote Max-und-Flocke-Helferland entwickelt. Es gibt eine eigene Internetseite mit dem Onlinespiel „Auf der Jagd nach Dr. Superschreck“, Filme, Spiel- und Bastelideen und themenbezogene Arbeitsblätter für Lehrerinnen und Lehrer. Der Film der Augsburger Puppenkiste „Rettet die Retter – Abenteuereinsatz im Land der Helfer“ soll Kindern schon früh die Werte des Helfens nahebringen und sie für ein späteres Ehrenamt ermutigen. Nicht zuletzt gehört zur Katastrophenvorsorge die Ausbildung von Krisenmanagern und Rettungskräften. Dies geschieht an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des BBK in 400 Lehrveranstaltungen mit rund 10 000 Teilnehmenden jährlich.

Woche des Bevölkerungsschutzes

In die zweite Oktoberwoche fallen 2017 noch zwei weitere Thementage mit Bezug zum Bevölkerungsschutz. Am 9. Oktober ist Brandschutz-Tag und auf den 10. Oktober fällt der Tag der Seelischen Gesundheit. Am vorbeugenden Brandschutz beteiligt sich das BBK durch die Bildungsangebote von „Max und Flocke“ und sehr enge Zusammenarbeit mit den Feuerwehren im Land. Zudem beschafft das BBK bis 2020 als Ergänzung für den Katastrophenschutz der Länder bis 400 neue Feuerwehrfahrzeuge. Die Seelische Gesundheit steht im Fokus des Referates Psychosoziales Krisenmanagement. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen und beraten unter anderem zu den psychosozialen Folgen und zum Umgang mit Krisen und Katastrophen und wie Betroffenen in kritischen Situationen angemessen geholfen werden kann.

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
http://www.bbk.bund.de

06.10.2017

© Edgar Kraul E-Mail

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