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Fünfjähriges Jubiläum des Netzwerkes "Multiresistente Erreger"

Netzwerk Mulitresistente Erreger des Landkreises Stendal

Im Februar dieses Jahres jährte sich zum fünften Mal der Gründungstag des MRE-Netzwerkes unseres Landkreises. Das Netzwerk mit dem Namen „Multiresistente Erreger (MRE)“ wurde 2012 als eines der ersten auf Landkreisebene gegründet, um die Gefährdung der Bevölkerung, sich mit multiresistenten Keimen anzustecken, zu reduzieren.

Derzeit sind alle fünf Krankenhäuser des Landkreises, drei ambulante Pflegedienste bzw. stationäre Pflegeeinrichtungen, sechs ambulant tätige Ärzte und der Rettungsdienst Stendal als Mitglieder unter Leitung des Gesundheitsamtes Stendal im MRE-Netzwerk aktiv. Das Gesundheitsamt war Initiator der damaligen Gründung und ist weiterhin als Koordinator dieses regionalen Netzwerkes tätig.

Die Netzwerkmitglieder trafen sich anfangs zweimal jährlich und treffen sich jetzt nach fester Etablierung einmal jährlich, um sich über aktuelle Probleme im Umgang mit MRE und ggf. notwendige Veränderungen festgelegter Standards direkt auszutauschen. Zusätzlich werden jedes Jahr Weiterbildungen zum Thema MRE und bei Bedarf weitere Netzwerktreffen organisiert und durchgeführt.

Die Netzwerkarbeit dient primär dazu, die weitere Ausbreitung von Infektionen mit multiresistenten Keimen zu reduzieren, die Sicherheit für die beteiligten Akteure im Umgang mit MRE zu erhöhen und die Lebensqualität Betroffener zu verbessern. Durch den regelmäßigen Austausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkmitgliedern ist es in den vergangenen Jahren u. a. gelungen ein einheitliches Überleitungs- und Hygienemanagement sowie sinnvolle Antibiotikaregime im Kampf gegen MRE durchzusetzen. Ebenso gibt es Standards zur Behandlung betroffener Personen. Im Hinblick auf die Verbesserung des Wissenstandes in versorgenden Einrichtungen und bei der Bevölkerung bleibt jedoch weiterhin noch viel zu tun.

Überregional arbeitet das Netzwerk fest mit dem Landesamt für Verbraucherschutz und dem Netzwerk Hygiene in Sachsen-Anhalt (HYSA) zusammen. HYSA ist ein Netzwerk auf Landesebene, welches zur Prävention und Reduktion von nosokomialen Infektionen 2010 gegründet wurde. Die Netzwerkpartner von HYSA bearbeiten ebenfalls interdisziplinär in verschiedenen Arbeitsgruppen spezifische Fragestellungen zum Umgang mit multiresistenten Erregern. Unter anderem werden hier Basisinformationen zum Hygienemanagement in der Patientenversorgung basierend auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zusammengetragen und per Internetpräsenz verbreitet. Auf den Internetseiten des HYSA werden diesbezüglich Leitlinien, Merk- und Informationsblätter sowie einheitliche Screeningund Sanierungskonzepte veröffentlicht. Zusammenfassend ist das übergeordnete Ziel beider Netzwerke das Vorkommen von MRE, durch eine verbesserte Kommunikation und Organisation an den Schnittstellen der Patientenversorgung zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen zu verringern.

Bei dem diesjährigen Treffen des MRE-Netzwerkes des Landkreises Stendal am 14.06. berichteten die Hygienebeauftragten aus dem AGAPLESION Krankenhaus Seehausen, dem Landeskrankenhaus für Forensische Psychiatrie sowie dem SALUS Fachklinikum Uchtspringe über die aktuelle Lage und den Umgang mit MRE in ihren Häusern. Im letzten Jahr gab es diesbezüglich Berichte aus dem Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal GmbH und den KMG Kliniken Havelberg. Abgerundet wurde das Treffen durch interessante Vorträge zu Multiresistenten Erregern. Als feste personelle Größe berichtete Herr Dr. Chwoika (MVZ Labor Schenk / Ansorge) zunächst zur Diagnostik und Befundung von Resistenzen bei bakteriellen Erregern. Er brachte damit die Mitglieder des Netzwerkes wie jedes Jahr mit seinem Vortrag auf den neuesten aktuellen Stand diesbezüglich. Einen weiteren Vortrag über Resistenzen von viral verursachten Erkrankungen wie Hepatitis und HIV hielt Herr Dr. Walter (Labor Stendal), der gleichzeitig als neues Mitglied für das MRE-Netzwerk gewonnen werden konnte.

Nach regem fachlichen Austausch über die gehaltenen Vorträge und Erfahrungen der Anwesenden wurde das Netzwerktreffen beendet. Das nächste geplante Treffen findet im Frühjahr 2018 statt. Als Thema ist die Aufbereitung von Medizinprodukten angedacht, welches erneut interessante Vorträge und Wissenswertes rund um Multiresistente Keime erwarten lässt.

04.07.2017

© Dr. Iris Schubert E-Mail

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