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Der Landkreis Stendal gewinnt beim Bundeswettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2013" - Projektfilm auf YouTube zu sehen!

Steuerzentrale für das Energiemanagement im Berufsschulzentrum Stendal

Der Landkreis Stendal gehört zu den diesjährigen Gewinnern des Bundeswettbewerbs „Kommunaler Klimaschutz 2013“, den das Bundesumweltministerium in Kooperation mit dem Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz ausgeschrieben hat. Der Landkreis erhält die Auszeichnung für sein systematisches Energiemanagement, mit dem er seit über zehn Jahren erfolgreich CO2 und Kosten einspart. Landrat Carsten Wulfänger nahm am 18. November den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Klimaschutzvorhaben zu investieren. Carsten Wulfänger dazu: "Das Preisgeld wird für die Fertigstellung der schon lange geplanten, aber bisher nur zum Teil umgesetzten Dezentralisierung der Warmwasserbereitung im Berufsschulzentrum Stendal verwendet."

Die Ausrichter des Wettbewerbs haben einen Film über das Projekt des Landkreises Stendal auf YouTube veröffentlicht.

Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jürgen Becker, gratulierte den Preisträgern: „Kommunen, die Klimaschutzstrategien erarbeiten und in Klimaschutzmaßnahmen investieren, gestalten ein lebenswertes und zukunftsfähiges Umfeld für ihre Bürgerinnen und Bürger. Dies haben die neun Gewinnerkommunen, die wir heute auszeichnen, erkannt. Ihre innovativen und erfolgreichen Klimaschutzprojekte inspirieren uns und viele Kommunen zum Klimaschutz vor Ort“.

Systematisches Energiemanagement aus einer Hand

Seit über zehn Jahren ist das umfangreiche Energiemanagement des Landkreises Stendal fest in der Verwaltung verankert. Das Ziel: mit weniger Energieeinsatz und ohne große Investitionen den gleichen oder sogar einen höheren Nutzerkomfort erreichen. Dabei überzeugte der Landkreis vor allem durch sein systematisches Vorgehen bei der Institutionalisierung des Energiemanagements.
In einem Pilotprojekt wurden 2002 versuchsweise alle Aufgaben der Bewirtschaftung und Bauunterhaltung mehrerer kommunaler Gebäude in einem Amt zusammengefasst. Zuvor waren diese auf verschiedene Ämter verteilt. Nach drei Jahren war klar: Experiment geglückt. Das Konzept überzeugte durch höhere Effektivität und eine geringere finanzielle Belastung für die Kommune, die daraufhin 2005 den Regiebetrieb Gebäude als Amt des Landkreises Stendal gründete.

Energieeinsparen ohne große Investitionen

Eine umfassende Verbrauchsanalyse der unterschiedlichen kreiseigenen Gebäude identifizierte neben dem Wasser- und Stromverbrauch vor allem die Wärmeversorgung als größten CO2-Verursacher. Hier setzten daher die ersten Maßnahmen an. Aufgrund der angespannten Haushaltslage legte der Landkreis dabei bewusst den Schwerpunkt auf nicht- und gering investive Maßnahmen: Anpassen der Heizzeiten an die Nutzungszeiten, Optimieren der Heizkurven, Nutzen der vorhandenen Gebäudeleittechnik, Austausch von Thermostatventilen und defekten Stellantrieben sowie Sensibilisierung des Nutzerverhaltens. Durch die Nutzung verschiedener Bundesförderungen konnten in den letzten vier Jahren zusätzlich auch einige kostenintensivere Maßnahmen umgesetzt werden. So wurden beispielsweise bereits mehrere Schulen komplett oder teilweise wärmegedämmt, die Fenster erneuert und neue Heizungssysteme eingebaut.

Durch die Summe der vielen einzelnen Maßnahmen erreichte der Landkreis im Laufe der Jahre 2002 bis 2012 Einsparungen in Höhe von rund 31 000 Megawattstunden, 11 500 Tonnen CO2 und von rund drei Millionen Euro. Pro Jahr werden etwa zwei Millionen Euro für Strom, Wasser und Wärme ausgegeben. Die durch das Energiemanagement erzielte Einsparung von etwa 300.000 Euro entspricht also ungefähr 15 Prozent der jährlichen Ausgaben. Somit ist klar: Klimaschutz zahlt sich langfristig aus.

Beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2013“, den das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gemeinsam mit dem beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelten Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz durchgeführt hat, wurden insgesamt 138 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Der Landkreis Stendal hat sich mit dem Projekt „Zehn Jahre kommunales Energiemanagement im Landkreis Stendal“ in der Kategorie „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ beworben. In dieser Kategorie gab es 27 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt unter http://klimaschutz.de

 

21.11.2013

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