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Aufruf zur Teilnahme am Ideenwettbewerb STATA

Der Landkreis Stendal beteiligt sich an dem Programm „Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben“ des Landes Sachsen-Anhalt. Der Landkreis Stendal ruft in diesem Kontext alle interessierten Träger auf, Projektvorschläge zur Schaffung zusätzlicher, längerfristiger, wettbewerbsneutraler und im öffentlichen Interesse liegender Beschäftigungsangebote im Rahmen des Durchführung des Landesprogramms:

 „Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben“ [1]

einzureichen.

Diese Beschäftigungsmöglichkeiten sollen den Teilnehmern die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben und damit insbesondere zur persönlichen und beruflichen Stabilisierung bieten und langfristig den Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt wegbereiten.

Anliegen des Wettbewerbs

Trotz Beschäftigungsaufbau und sinkender Arbeitslosigkeit nimmt der relative Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit tendenziell zu. Absolut geht zwar auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen zurück, gleichzeitig wächst aber die Gruppe der Menschen, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind. Inzwischen gehören mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen dieser Gruppe an. Viele dieser Menschen wollen arbeiten. Aber oft kumulieren bei den Betroffenen unterschiedliche Problemlagen (Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Probleme, Verschuldung, etc.), so dass die regulären Instrumente zur Förderung der Arbeitsmarktintegration (Qualifizierung, Eingliederungszuschüsse) bei dieser Personengruppe oftmals leider keinen Erfolg zeigen. Kurze, auf schnelle Integration in den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtete Maßnahmen führen hier eher zu weiteren Misserfolgserlebnissen und Motivationsverlusten, sowie langfristig zu einer Verhärtung oder sogar Verschlimmerung der Problemlage.

Ziel ist es, für diese Menschen über längerfristige, geförderte (und zudem durch den Landkreis Stendal flankierend intensiv betreute) Beschäftigung die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben und damit insbesondere zur persönlichen und beruflichen Stabilisierung zu bieten.

Wer kann die Beschäftigungsplätze in Anspruch nehmen?

Gefördert wird die Umsetzung längerfristiger, niederschwelliger Beschäftigungsangebote im gemeinwohlorientierten Bereich für arbeitslose Personen mit Langzeitleistungsbezug und Langzeitarbeitslose (nach SGB II) über 35 (bzw. bei Projekteintritt max. 55) Jahre und negativer Integrationsprognose.

Was und wie wird gefördert?

Die Beschäftigungsangebote werden mehrheitlich im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten (AGH nach § 16d SGB II) erfolgen. Die Grundfinanzierung trägt damit das Jobcenter.

Ergänzend kann aus dem Landesprogramm eine projektbezogene Maßnahmekostenpauschale in Höhe von bis zu 250,00 Euro pro Monat gewährt werden. Die Maßnahmen sind auf drei Jahre auszulegen. Der Bewilligungszeitraum ist ab dem 01.04.2018 vorgesehen und endet zunächst spätestens am 31.12.2019. Eine Verlängerung steht unter dem Vorbehalt zur Verfügung stehender Landesmittel.

Die Beschäftigungsangebote sollten einen Umfang von 30 Arbeitsstunden je Woche aufweisen. Dabei beträgt die individuelle Teilnahmedauer 12 bis 36 Monate. Neubesetzungen der zugewiesenen Teilnehmerplätze pro bewilligtes Projekt und Träger sind entsprechend möglich und konzeptionell zu berücksichtigen. Ist eine Beschäftigung mit einem wöchentlichen Umfang von 30 Stunden aus individuellen Gründen des Teilnehmenden nicht möglich, kann die Arbeitszeit pro Woche auch geringer sein. Außerdem können Modelle für einen stufenweisen Einstieg in Beschäftigung unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit, ausgehend von 10 Stunden und aufwachsend bis zu maximal 30 Wochenstunden, umgesetzt werden.

Für die TeilnehmerInnen, die ihre gesetzlich möglichen AGH - Ansprüche bereits ausgeschöpft haben, kann auch die Mehraufwandsentschädigung über das Landesprogramm finanziert werden.

Weitere Inhalte des Landesprogrammes „Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben“ sind die Projektkoordinierung/-assistenz und die Intensivbetreuung. Diese sind nicht Bestandteil des Wettbewerbsverfahrens und werden durch den Landkreis Stendal direkt umgesetzt.

Die Intensivbetreuerinnen und -betreuer begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor (Profiling), während der Arbeitsgelegenheit und gegebenenfalls im Rahmen einer geförderten Beschäftigung nach § 16e SGB II sowie bei einer gelungenen Integration in eine reguläre Beschäftigung. Sie stützen durch ihre Aktivitäten mit den Teilnehmenden den Stabilisierungs- und Integrationsprozess. Seitens der Träger der Beschäftigungsangebote ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Projektteam des Landkreises, den Teilnehmenden und dem Träger zu gewährleisten.

Hinweise zum Verfahren

Verbindliche Voraussetzung für die Beteiligung an diesem Ideenwettbewerb ist die Teilnahme interessierter Träger an einer Programm-/Antragstellersprechstunde, die seitens des Landkreises Stendal vermittels der Regionalen Koordination in Kooperation mit dem Jobcenter Stendal an­geboten wird. So wird sichergestellt, dass die Träger ihre Herangehensweise auch nachfrageseitig bedarfsgerecht konzipieren und damit Trägerpotenzial und mgl. AGH-Einsatzbereiche sowie ihre regionale Verortung absehbar in Einklang stehen mit den Bedarfen und Potenzialen der Teilnehmer.

Interessierte wenden sich bitte an die Regionale Programmkoordination an der Wirtschaftsförderung, die ab dem 07.12.2017 eine Programm-Sprechstunde an­bietet. Terminvereinbarung über Frau Karin Raeck, Tel. 03931 60-7884, oder direkt per Email: reko@email.de.

Die zu fördernden Beschäftigungsangebote werden im Rahmen eines Ideenwettbewerbs ausgewählt. Für die Teilnahme am Wettbewerb sind ein tragfähiges Umsetzungskonzept sowie eine nachvollziehbare Gesamtfinanzierung einzureichen. Diese bilden gleichzeitig den Antrag auf Finanzierung durch den Landkreis Stendal und das Jobcenter Stendal.

Ein Rechtsanspruch der Antragstellenden auf die Gewährung der Zuwendung besteht nicht, vielmehr entscheidet die bewilligende Stelle vor dem Hintergrund eines mehrstufigen Aus­wahlverfahrens und auf Grund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel.

Eine valide Abrech­nungsfähigkeit der Zuwendungsempfänger sowie technisch-administrative Erfahrungen in der Durch­führung von AGH-Projekten o.ä. EU-ESF-Landesprogrammen sind wünschenswert.

Die Unterlagen zum Einreichen eines Projektvorschlages sind unten als zip-Archiv beigefügt.

Die Unterlagen sind vollständig ausgefüllt einzureichen. Die Bewertung der Projektvorschläge erfolgt nach einem einheitlichen Bewertungsschema, welches ebenfalls in der Anlage enthalten ist.

Die Projektvorschläge sind bis zum  30.01.2018 um 12:00 Uhr  bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Stendal, Arneburger Straße 24, Haus I, 3. Stock in 39576 Hansestadt Stendal einzureichen sowie ergänzend elektronisch zu übermitteln: reko@email.de 

Der Projektvorschlag ist in doppelter Ausfertigung in einem verschlossenen Briefumschlag mit Hinweis auf den Wettbewerb „Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben“ einzureichen.

Später eingehende Projektvorschläge bzw. Nachreichungen können nicht mehr berücksichtigt werden!


 

[1] https://www.ib-sachsen-anhalt.de/oeffentliche-kunden/wiedereingliedern-unterstuetzen/stabilisierung-und-teilhabe-am-arbeitsleben.html

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Teilnahme-Unterlagen
Antragsunterlagen und Formulare zur Teilnahme am Ideenwettbewerb STATA
0.9 MB
08.12.2017

© Thomas Fronius E-Mail

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